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Insel der blauen Berge

Jamaika ist die drittgrößte Insel der Karibik und ist Teil der Großen Antillen. Sie liegt südlich von Kuba und etwa 1.100 Kilometer Luftlinie südlich von Miami. Die Insel erstreckt sich über eine Länge von 230 Kilometern, ist 80 Kilometer breit und hat eine Fläche von knapp 11.000 km2. Über die Hälfte des Landes besteht aus Gebirge, wobei die höchsten Gipfel der Blue Mountains über 2.000 Meter hoch sind.

 

Heute hat Jamaika ca. 2,5 Millionen Einwohner. Die Jamaikaner sind freundlich, zuvorkommend und stolz auf ihr Land. Ethnisch gesehen stellen sie eine Mischung aus Afrikanern, Europäern, Einwohnern aus Ostindien, China und den östlichen Mittelmeerländern dar. Die Amtssprache ist Englisch, aber einige Wörter und Sprachmuster der alten Sprache der Jamaikaner, dem "Patois", werden von vielen Jamaikanern noch gesprochen.

 

Den Hauptindustriezweig bildet der Tourismus - jährlich kommen weit über eine Million Besucher aus aller Welt nach Jamaika - gefolgt vom Aluminiumoxyd- und Bauxit-Export und der Landwirtschaft (Zucker, Rum, Zitrusfrüchte).

 

Jamaika ist eine Insel mit tropischen Urwäldern, zerklüfteten blau-grünen Bergen, weißen Sandstränden, dem türkisen Wasser der Karibik und einer exotischen Pflanzenwelt. Das ganze Jahr über herrscht eine Temperatur von ca. 28 - 32 Grad Celsius. Der ganzjährig wehende Passatwind sorgt immer für eine leichte Brise und verleiht dem Wetter einen angenehmen Hochsommer-charakter.

Jamaika - Strände, Konferenzen, Hochzeiten

Die schönsten Strände findet man in Montego Bay, Ocho Rios, Negril und Port Antonio. Jeder Ort hat dabei sein eigenes, ganz spezielles Flair. Negril wurde berühmt durch den elf Kilometer langen Sandstrand. Die Strände im Süden der Insel, zum Beispiel Treasure Beach, sind bei Jamaika-Kennern mittlerweile zum Geheimtipp avanciert. Kleine Sandbuchten, die sich mit zerklüfteten Küstenabschnitten abwechseln, sind charakteristisch für den Osten Jamaikas. Zu den bekanntesten Stränden rund um Port Antonio gehören: Frenchman’s Cove, der an einem Flusslauf gelegen ist und von Felsen begrenzt wird sowie Winnifred‘s Beach und Boston Beach, die Wiegen des Jerk Pork, eine jamaikanische Grillspezialität.

 

Die Hauptstadt Jamaikas, Kingston, hat über eine Million Einwohner. Die Stadt ist kein Badeort, sondern ein Zentrum des Theaters, des Tanzes und der Musik. Die Hotels in Kingston sind sehr gut ausgestattet und auch für Geschäftsreisende und Tagungen geeignet. Auf dem Sektor Konferenz- und Incentivereisen hat Jamaika einiges zu bieten. Das Konferenzzentrum in Kingston ist für bis zu 900 Leute eingerichtet. An der Nordküste in Montego Bay und Ocho Rios verfügen viele Hotels ebenfalls über exzellente Konferenzeinrichtungen.

Jamaika - mehr zu sehen als schöne Strände

Jamaika bietet für jeden Geschmack etwas. "We're not a beach, we're a country" lautet einer der Slogans. Denn Jamaika hat weit mehr zu bieten, als wunderschöne, palmenumsäumte Strände am türkisblauen Meer. Die Blue Mountains, eine Gebirgskette im Osten der Insel, mit Gipfeln von über 2.000 Metern, die üppige Vegetation und exotische Pflanzenwelt des tropischen Urwaldes im Norden der Insel bei Port Antonio, romantische Wasserfälle und imposante Herrenhäuser in weitläufigen Plantagen tragen ebenso zu Jamaikas Schönheit bei wie Sonne, Strand und Meer.

 

Montego Bay

Montego Bay ist neben Kingston die einzige Großstadt der Insel und nimmt den Titel "heimliche Hauptstadt" gerne in Anspruch. MoBay, wie es liebevoll genannt wird, ist in den letzten Jahren sehr gewachsen und erstreckt sich von Rose Hall Great House im Osten bis zum Tryall Golf, Tennis & Beach Resort im Westen. Die etwas außerhalb gelegenen historische Städte wie Falmouth, Lucea, Anchovy und Duncans können von Montego Bay aus im Rahmen eines Tagesausflug besichtigt werden. Abends kehrt man wieder in das pulsierende Leben von Montego Bay zurück.

 

In der Harbour Street gibt es den Crafts Market, wo gerne gefeilscht wird und immer jemand bereit ist, die berühmten Rastazöpfchen zu flechten. Ein ursprünglicher jamaikanischer Markt befindet sich in der Fustic Street, wo professionelle Händler zeigen, wie man feilscht.

 

Das "Rose Hall Great House" gehört zu den imposantesten Herrenhäusern. Vor Jahren wurde es komplett restauriert und liebevoll eingerichtet. Hier lebte im 18. Jahrhundert Annie Palmer, die als "weiße Hexe" Voodoo Kräfte besessen haben soll und mehrere Sklaven, nebst drei Ehemännern, umgebracht hat. Noch heute soll sie durch das Haus spuken und so manchem Besucher im Spiegel erscheinen oder nach dem Entwickeln der Urlaubsfotos auf diesen zu sehen sein.

 

Auf einer geruhsamen Fahrt auf einem Bambusfloß durch das nördlich von Montego Bay gelegene Tal des Lethe River erlebt man die tropische Pflanzenwelt.

 

Ocho Rios

Ocho Rios ist ein Mekka für Sonnenanbeter und Wassersportler. Vor allem die Mallard's Bay bietet Wassersportfans jede erdenkliche Freizeitgestaltung, vom Wasserskifahren bis zum Tauchen oder Hochseefischen.

 

Hotels, Häuser und Geschäfte befinden sich am Hafen von Ocho Rios, der nur wenige Gehminuten von der Einkaufsmeile und den Restaurants entfernt liegt. Man kann in Ocho Rios herrlich entspannen, der Ort bietet dem Besucher aber auch eine Vielzahl an Aktivitäten.

 

Die nahegelegenen Dunn's River Falls zählen zu den Hauptattraktionen der Insel. Nicht nur, weil Szenen aus Ian Flemings "James Bond jagt Dr. No" hier gedreht wurden, sondern auch weil es einen Riesenspaß macht, die Wasserfälle mit Hilfe eines Führers zu erklimmen. Über mehrere Kaskaden stürzt das kühle Nass aus 200 Metern Höhe ins Meer.

 

Ein Abstecher zu den botanischen Shaw Park Gardens lohnt ebenfalls. Hier entfaltet sich die exotische und tropische Pflanzenwelt in einer unglaublichen Farbpalette. Beeindruckend ist auch Fern Gully, eine Allee aus meterhohen Farnen, in der Nähe von Ocho Rios.

 

Firefly, das Haus des Dramatikers und Schauspielers Noël Coward, ist ein touristisches Muss und von Ocho Rios aus schnell zu erreichen. Die Aussicht ist atemberaubend und war Anlass für die Komposition des Liedes "Room with a view", Zimmer mit Aussicht. Den Namen „Firefly“ bekam das Anwesen wegen der zahlreichen Glühwürmchen, die in der Nacht mit dem Funkeln der Sterne konkurrieren. Das ehemalige Wohnhaus Noël Cowards ist heute ein Museum, das das Leben und Werk des Künstlers präsentiert. Es läßt den Besucher die Faszination, die Jamaika auf Coward ausübte, nachempfinden.

 

Port Antonio

Rund um Port Antonio breitet sich die ursprüngliche Landschaft der Karibik aus. Auf einem Floß die Stromschnellen des Rio Grande entlang zu fahren, ist ein unvergleichliches Erlebnis. Errol Flynn hatte sich 1946 in Port Antonio niedergelassen und gilt als der Erfinder der Floßfahrten, die heute zu den touristischen Attraktionen auf Jamaika zählen. Flynn kaufte in den 50er Jahren die Port Antonio vorgelagerte Insel Navy Island, um dort seine berüchtigten Hollywood-Parties zu feiern. Heute kann man die zauberhafte Insel per Schiff besuchen; das ehemalige Haus von Errol Flynn ist nur noch als Ruine zu besichtigen.

 

Romantikern zufolge ist die Blue Lagoon bei Port Antonio die tiefste Lagune der Welt. Es wird geschätzt, dass sie über 60 Meter tief und deshalb so intensiv blau ist. Die Blue Lagoon lädt zum Schnorcheln oder zur Fahrt mit dem Glasbodenboot ein. Die Grotten von Nonsuch liegen über dem Meeresspiegel und können während eines Schiffausflugs besichtigt werden. Sehenswerte Wasserfälle wie die Reach Falls liegen etwas abgeschiedener. Auch Frenchman’s Cove gehört zu den Traumstränden Jamaikas; es ist eine kleine romantische Bucht, die von Felsen begrenzt wird. Hier fließt ein Süßwasserfluss direkt ins Meer.

 

Negril

An Jamaikas westlichstem Punkt befindet sich Negril, das für den schneeweißen, 11 Kilometer langen feinen Sandstrand und das aquamarinfarbene Wasser berühmt ist. Eine der Hauptattraktionen dieses Ferieneldorados ist Rick's Café, das auf Klippen direkt am Meer erbaut ist. Während Mutige von den 30 Meter hohen Felsen ins Meer springen, kann man mit einem Cocktail in der Hand einen der wohl schönsten Sonnenuntergänge der Welt bewundern.

 

Südküste

Die Südküste Jamaikas ist mittlerweile ein Tipp unter Jamaika-Kennern. Kleine, karibische Hotels, luxuriös ausgestattet bieten Urlaub auf Jamaika „at ist best“. Ein Abstecher zu den versteckt gelegenen YS Falls oder eine Bootssafari auf dem Black River, in dem 300 Krokodile heimisch sind, sollten auf dem Ausflugsprogramm stehen. Nicht weit ist es von hier aus zur Appleton Estate, einem jamaikanischen Traditionsunternehmen, das jährlich 10 Millionen Liter feinsten Rums destilliert. Geführte Touren erklären liebevoll die Produktionsschritte der Rumherstellung, selbstverständlich ist eine Verkostung des Lieblingsgetränks der Seeleute Teil des Programms.