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Mexiko in Mexiko
Mexico ist der höchstgelegene Bundesstaat innerhalb des mittelamerikanischen Staates Mexiko. Der Bundesstaat zählt zehn Millionen Einwohner und umgibt den Distrito Federal, das Stadtgebiet von Mexico City. Der Bundesstaat grenzt an die Bundesstaaten Michoacán, Querétaro, Hidalgo, Tlaxcala, Puebla, Morelos und Guerrero.
Durch die Nähe zu Mexico City wurde der Bundesstaat Mexico zu einem der bedeutendsten Industrie- und Handelsstandorten des Landes. Trotz allem ist Mexico mit seinen ruhigen Berglandschaften, den großen, teilweise vulkanischen Nationalparks, seinen farbenfrohen Kolonialstädten und den außergewöhnlichen archäologischen Ausgrabungsstätten auch für viele Mexiko-Besucher ein attraktives Reiseziel.
Der bekanntest Naturpark ist der Parque Nacional Miguel Hidalgo, auch La Marquesa genannt. Hier trifft der Besucher auf beeindruckende Wasserfälle und geheimnisvolle Höhle, wie die Grutas de la Estrella in Tomatico. Aber auch die drei Vulkane Popocatépetl, Iztaccihuatl und Xinantecatl, liegen mitten in Naturparks im Bundesstaat Mexico.
Aber auch Kulurinteressierte Reisende kommen in Mexiko auf ihre Kosten. Unter den archäologischen Ausgrabungsstätten gehört Teotihuacan mit zu den bekanntesten des Landes. Während der Kolonialzeit entstanden im Bundesstaat Mexico die ersten Klöster unterschiedlicher religiöser Orden, die in das Neue Spanien übersiedelten. Besonders erwähnenswert sind Los Exconventos de Acolman, Malinalco und Tepotzotlan.
Tepotzotlán gehört auch zu den „Pueblos Mágicos“, den magische Dörfern. Im Zusammenarbeit mit dem Kulturministerium werden Orte mit besonders großem historischen Wert kontinuierlich restauriert. Tepotzotlán ist eines davon: Eine typische Kolonialstadt, dessen Reichtum in den sorgfältig angelegten Gärten und Gemüsegärten, der aus dem Jahr 1740 stammenden Mühle und dem zahlreichen Kunstsammlungen sichtbar ist. Weitere architektonische Schätze der Stadt bilden die Reliquienkapelle von San José im Barockstil sowie die Kirche von San Mateo in Xóloc und das Aquädukt von Xalpa.
Erholung finden Besucher in den Thermalbädern von Ixtapan de la Sal und Tonatico. Vor allem das wohltuende Klima spricht für eine Kur in dieser Gegend. Ixtapan de la Sal liegt 117 Kilometer von Mexico City entfernt und ist von dem Nevado de Toluca umgeben. Der Nevado de Toluca ist das größte natürliche Thermalbad. Ein Bad in dem heilenden Wasser soll das Stress und Krankheiten wie Arthritis lindern. Das Thermalwasser ist kristallklar, wenn ihm auch die Salze eine smaragdgrüne Farbe geben.
60 Kilometer außerhalb Mexico Citys liegt Toluca, die Hauptstadt des Bundesstaates Mexico. Toluca ist mit einer Seehöhe von 2.750 Metern die am höchsten gelegene Stadt des Landes. Über 500.000 Menschen leben in diesem wohlhabenden Industrie- und Handelszentrum. Besucher schätzen vor allem die farbenfrohen kolonialen Bauwerke, Paläste und Kirchen aus vergangenen Zeiten, sowie einen der schönsten Botanischen Gärten des Landes, der Jardín Botánico Cosmo Vitral mit majestätischen Bleifenstern des mexikanischen Künstlers Leopoldo Flores.
Toluca ist auch bekannt als Wiege der regionalen Küche: Roter und grüner Chorizo, Dulce de Leche, kristallisierte Süßigkeiten und Süßspeisen aus Kernen oder der berühmte als Moscos bekannte Orangenlikör.
Liebhaber der mexikanischen Handwerkskunst sollten Metepec besuchen. Hier findet man typische Tonarbeiten: Monde, Tauben, Krippen, Lebensbäume, Sonnen, Kannen und Töpfe.
Die Landwirtschaft ist ein integraler Bestandteil des Bundesstaates Mexico. Aus diesem Grund finden hier das ganze Jahr über verschiedene Ferias (Messen) statt. Mit eine der bedeutendsten sind sicherlich die Feria der Nüsse in Amecameca, die Feria der Obsidiane in San Juan Teotihuacan, die Feria des Thunfischs in San Martín de las Pirámides, die Feria des Feuerwerks in Santa María Tultepec, die Feria des Feldofens von Capulhua; die Feria des Maiskolbens in Cocotitlan, die Feria der Stoffe und Kleider in Chiconcuac, die Feria der Blumen in Villa Guerrero, die nationale Feria des Esels in Otumba, die Feria der Viehzüchter von Luvianos und Tejupilco. Außerdem sind auch die internationale Feria der Pferde von Texcoco, die der Zuckermandelstangen in Toluca und die Feria von San Isidro in Metepec erwähnenswert.
Acapulco - Spaß, Schönheit, Abenteuer
An der Küste des Pazifischen Ozeans, im Süden Mexikos, liegt der Bundesstaat Guerrero. Guerrero grenzt im Norden an die Bundesstaaten México und Morelos, im Nordosten an Michoacán und Puebla, im Osten an Oaxaca und im Süden an den Pazifik. Die Gesamtfläche des Bundesstaates liegt bei 64.282 Quadratkilometern. Die Hauptstadt heißt Chilpancingo.
Aufgrund seiner landschaftlichen Diversität verfügt der Bundesstaat Guerrero über verschiedene Klimazonen. Typisch ist jedoch die Regenzeit während der heißen Jahreshälfte zwischen Mai und Oktober. Im Winter, zwischen November und April, ist es im Bundesstaat Guerrero sehr trocken und warm.
Der Bundesstaat Guerrero ist in mehrere Regionen aufgeteilt: den Norden, das Gebiet von Tierra Caliente, das Gebirge im Osten, das Zentrum, wo sich Chilpancingo, die Hauptstadt des Bundesstaates befindet, und die Gebiete Costa Grande und Costa Chica, die den 500 Kilometer langen Küstenstreifen des Staates entlang des pazifischen Ozeans umfassen.
Für Besucher ist Guerrero besonders attraktiv: Am bekanntesten sind sicherlich Acapulco und Ixtapa-Zihuatanejo. Aber auch andere Regionen sind landschaftlich oder architektonisch von besonderer Schönheit.
Acapulco ist zweifellos eine der bekanntesten und weltweit berühmtesten Badeorte. Das Tourismuszentrum am Pazifik verfügt über die herrlichsten Strände Mexikos: Acapulco ist Synonym für Spaß, Schönheit und Abenteuer. Es ist außerdem ein wichtiger Handelshafen. Acapulco verfügt über zwei wunderbare Buchten von großer natürlicher Schönheit, Santa Lucía und Puerto Marqués, mit beeindruckenden Felshängen, schneeweißen Stränden mit kristallklarem Wasser und einer exotisch-tropischen Pflanzenwelt.
Die touristische Infrastruktur ist von hoher Qualität: In Acapulco gibt es die exklusivsten Hotels der Welt genauso wie kleine gemütliche Pensionen am Ufer des Meeres. Außerdem bietet die Stadt unzählige Restaurants, Diskotheken, Cafés und Lokale, in denen vierundzwanzig Stunden am Tag etwas los ist, sowie komfortable Erholmöglichkeiten finden Besucher in den zahlreichen Wellness-Resorts.
Acapulco liegt eingebettet in die Berge der Sierra Madre und den Pazifischen Ozean. Das Klima ist fast während des ganzen Jahres warm und sonnig, die Durchschnittstemperatur liegt zwischen 33 und 22 Grad Celsius.
Klima und Landschaft machen Acapulco auch zum idealen Ort für die verschiedensten Sportarten: ob traditionelle Wassersportarten wie Sportfischen, Tauchen, Schnorcheln oder Surfen, ob Golf oder Tennis, sowie Extremsportarten wie Bungeejumping von einem 50 Meter hohen Turm an der Playa de la Condesa, ein Flug in einem ultraleichten Flugzeug oder Fallschirmspringen. In Acapulco ist wird jeder Traum Realität.
Und während sich die einen an den Stränden vergnügen, die anderen Sport treiben, gibt es in Acapulco auch Möglichkeiten für Menschen, die die andere Seite ihres Reiseziels kennen lernen wollen: eine Stadt mit einer Jahrhunderte langen Geschichte und viel Kultur. Acapulco ist ein lebendiges Zeugnis der Conquista, der Unabhängigkeit und der heutigen Zeit. Ein Besuch der Festung San Diego ist sehr zu empfehlen. Sie ist ein herausragender architektonischer Schatz, der 1616 zur Verteidigung des Hafens gegen Piratenangriffe errichtet wurde. Heute ist hier das historische Museum der Festung San Diego untergebracht. Jeden Samstagabend findet hier eine Multimedia-Show statt, die die Geschichte des Hafens von Acapulco erzählt. Außerdem ist die Casa de la Máscara erwähnenswert, in der verschiedene Handwerkskünstler mit bunten Masken eine phantastische Reise durch die Religion und Kultur des Staates Guerrero nachstellen. Das historische Museum für Seefahrt, die Wandmalerei von Diego Rivera, die Kathedrale Nuestra Señora de la Soledad, die Capilla de la Paz oder das Kulturhaus von Acapulco sind weitere Sehenswürdigkeiten.
Weiße Strände und Zapoteken in Oaxaca
Der mexikanische Bundesstaat Oaxaca liegt im Südosten des Landes. Im Norden grenzt Oaxaca an die Bundesstaaten Puebla und Veracruz, im Osten an den Bundesstaat Chiapas und im Westen an Guerrero. Die Hauptstadt ist Oaxaca de Juárez. Mit einer Fläche vom 93.136 Quadratkilometers ist Oaxaca der fünftgrößte Bundesstaat des Landes. Die über drei Millionen Einwohner gehören 16 unterschiedlichen Bevölkerungsgruppen an. Einige davon sind direkte Nachkommen der ältesten Völker Lateinamerikas, den Zapoteken und den Mixteken.
Die verschiedenen Höhenlagen des Bundesstaates bedingen unterschiedliche Klimazonen. Während in den Bergen der Sierra Madre das Klima mild und trocken ist, nimmt die Luftfeuchtigkeit in den Tälern zu. Die niedrig gelegene Pazifikküste ist durch hohe Luftfeuchtigkeit und warme Temperaturen geprägt.
Hohe Gebirgsketten, tiefe Täler und schluchtartige Cañónes charakterisieren die Landschaft von Oaxaca. Die Sierra Sur erstreckt sich durch den gesamten Bundesstaat. Einige der höchsten Berggipfel liegen auf über 3.000 Metern über dem Meeresspiegel.
Neben außergewöhnlichen Landschaften bietet der Bundesstaat Oaxaca auch einzigartige kulturelle Attraktionen. Die archäologischen Ausgrabungsstätten von Monte Alban, Mitla, Yagul, Daizú, Lambityeco, Guiengola gehören zu den bedeutendsten des Landes.
Monte Albán, der „Weiße Berg“ liegt etwa 12 Kilometer von Oaxaca entfernt. Monte Albán wurde von den Zapoteken, einem der ältesten Völker Lateinamerikas errichtet. In den Jahren 700 bis 500 v. Chr. nahm die Besiedelung des Plateaus ihren Anfang; zu dieser Zeit wurde an dem Ort ein großer Platz errichtet. Mehrere der damals errichteten Gebäude sind heute noch erhalten. Vor allem an Hand von Steinplatten mit Schriftzeichen lässt sich die kulturellen Entwicklung dieser Zeit nachvollziehen. Besonders erwähnenswert sind El Juego de Pelota, das Observatorium oder das so genannte Edificio „J“, das wohl das erste astronomische Observatorium Meso-Amerikas ist.
Eine weitere Kultstätte der Zapoteken wurde in Mitla entdeckt. Mitla wurde bereits zwischen 100 und 650 n. Chr. Erstmals besiedelt. Seine Blütezeit erlebt Mitla jedoch erst zwischen 750 bis 1521 n. Chr., nachdem Monte Albán im 10. Jahrhundert verlassen wurde. Einzigartig in Mitla ist die Architektur der Gebäude, die sich durch besondere geometrische Ornamente auszeichnet. Die Verzierungen und Mosaike in Mitla sind einzigartige in Mexiko.
Der Bundesstaat Oaxaca bietet auch zahlreiche Zeugnisse der jüngeren mexikanischen Geschichte. Die Ruta de los Dominicos, die Route der Dominikaner führt vom Bundesstaat Puebla bis zum Bundesstaat Chiapas auf den Spuren der Dominikaner Mönche. Über 70 Kirchen und Dominikanerklöster aus dem 16. Jahrhundert sind hier zu besichtigen. Zu den beeindruckendsten gehören Coixtlahuaca, Yanhuitlán und Teposcolula in der Region Mixteca und in Oaxaca Santo Domingo.
Aber auch Badeurlauber kommen an der Pazifikküste von Oaxaca, der so genannten Riviera Oaxaqueña auf ihre Kosten. Der Küstenstreifen zwischen der Landenge von Tehuantepec bis zum Bundesstaat Guerrero, mit Puerto Escondido, Mazunte, Zipolite, Puerto Ángel und Huatulco gehört zu einem der schönsten Feriengebiete Mexikos.
Rund um Huatulco befinden sich neun kleine und mittelgroße Buchten mit über 36 weißen Stränden mit kristallklarem Wasser. Die Strände von Tangolunda, Chahué und Santa Cruz sind ein Treffpunkt für Wasserportfreunde. Die anderen sechs Strände stehen unter Naturschutz und sind völlig unberührt.
Puerto Escondido gilt als beliebtestes Surf-Revier Mexikos. Vor allem Surfer aus den USA treffen sich hier jedes Jahr um sich auf ihren Brettern dem Wind und den Wellen hinzugeben. Die Unterwasserwelt von Puerto Angelito, Roca Blanca, Carrizalillo ist insbesondere für Schnorchler ein Erlebnis.
An der Playa de Escobilla können die Besucher ein besonderes Naturschauspiel miterleben. Jedes Jahr zur selben Zeit, etwa zwischen Juli und September, kommen Meeresschildkröten aus dem Wasser an Land, um hier ihre Eier abzulegen.
In unmittelbarer Nähre liegen die Lagunen von Manialtepec und Chacahua. In den unter Naturschutz stehenden Lagunen, tummeln sich tropische Vögel und Fische, Schildkröten, Pelikane, Flamingos und viele vom Aussterben bedrohte Tierarten.
Eine weitere Besonderheit sind die Feierlichkeiten im Bundesstaat Oaxaca, die sich aus den unterschiedlichen Traditionen der verschiedenen Bevölkerungsgruppen vermischen. Besonders hervorzuheben ist die Guelguetza, An den letzten zwei Montagen im Juli findet in Oaxaca die Guelaguetza oder auch die “Fiestas de los Lunes del Cerro” statt. Während der Festtage kommen zahlreiche Indígenas in ihren farbenprächtigen Kostümen aus der gesamten Gegend zusammen, um auf dem Cerro del Fortín ihre traditionellen Tänze zu zeigen. Das christliche Fest mit indianischer Tradition gilt heute als eine der berühmtesten Fiestas ganz Mexikos.

