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Malediven Abwechslung im Insel-Paradies
Türkisblaues, kristallklares Wasser mit einer atemberaubenden Unterwasserwelt, schneeweißer Sand, Kokospalmen, die sich sanft im Wind biegen – das alles und mehr haben die Malediven, im Indischen Ozean gelegen, zu bieten. Neben seiner Flora und Fauna zeichnet sich das Land der über 1.000 Inseln auch durch seine Vielseitigkeit aus: Ganz gleich ob als Robinson, Familie, wellness- oder sportbegeistert - jeder Urlauber findet hier ein maßgeschneidertes Angebot.
Auf den ersten Blick mögen sich die 90 touristisch erschlossenen Inseln abgesehen von ihrer Größe kaum voneinander unterscheiden: Allen gemeinsam ist eine tropische Vegetation mit Palmen, Mangroven, Scaevolabüschen, Frangipani- oder Hibiskussträuchern, ein mehr oder weniger langer, puderweißer Sandstrand, das Ganze umgeben von warmem, türkisblauen Meer. Tatsächlich liegt die Vielseitigkeit der Malediven im Detail, denn die Resorts auf den Malediven bieten in Bezug auf Konzeption, Architektur, Stil und Komfort eine breite Palette Und so sind all jene, die einen Urlaub auf den Malediven planen gut beraten, im Vorfeld der Planung genauestens die eigenen Interessen und Vorstellungen zu prüfen, um unter der großen Auswahl die passende Insel zu finden.
Ein offenes Lächeln empfängt den Gast, und die freundlich ausgestreckte Hand bittet ihn auf die Massagebank. Vom Meer her streift eine angenehm warme Brise über die Haut und mit wohldosiertem Druck beginnen geübte Hände sanft den Rücken zu kneten. Bei leiser, exotischer Musik und aromatischen Düften gleitet der Körper dann völlig in Entspannung hinüber ... . Seit kurzem präsentiert sich das beliebte Tauchsportparadies auch als exklusive Wellness-Destination. Mehrere Ferieninseln bieten als Extra Spa-Bereiche mit exklusiven Körper- und Kosmetikbehandlungen an, wobei man entweder ein mehrtägiges Wellness-Paket buchen oder sich einen Tag lang ausgiebig dem persönlichen Wohlbefinden widmen kann. Dabei steht dem anspruchsvollen Gast ein reichhaltiges Wellnessangebot zur Auswahl: Verschiedene Massageformen wie Gesichts-, Körper- und Fußreflexzonenmassage findet man hier ebenso wie die klassischen Schönheitsbehandlungen. Zusätzlich zu den Schönheits- und Wohlfühlprogrammen bieten die Hotelbuffets eine Auswahl an besonders leichten Gerichten und vegetarischen Speisen. Das Ganze wird abgerundet durch eine Architektur, die sich meist an der lokalen Bauweise orientiert und damit stilistisch indischen, arabischen oder marokkanischen Einflüssen folgt.
Ruhe und Einsamkeit all jene, die für eine bestimmte Zeit einmal dem hektischen Alltag entkommen möchten auf einer so genannten Robinson-Insel. Solche Resorts finden sich von exklusiv bis einfach in allen Preiskategorien und über alle Atolle verstreut. Die meist eher kleinen Inseln sind dicht bewachsen, und es gibt nur einige wenige Bungalows, was dem Schutz der Privatsphäre zuträglich ist. Da diese Resorts auch Ausflüge auf Einheimischen-Inseln, Tauch- und Schnorchelsafaris, Nachtfischen und ähnliche Aktivitäten anbieten, besteht die Möglichkeit, die Robinsonade für kurze Zeit zugunsten von etwas Geselligkeit zu unterbrechen.
Deutlich lebhafter geht es dagegen auf den Familien-Inseln zu, die sich vor allem durch ihre Infrastruktur mit Restaurants, Bars, Diskotheken, Souvenirläden, einem weitläufigen Pool-Areal und zum Teil sogar ärztlicher Versorgung vor Ort auszeichnen. Darüber hinaus bieten die Familienresorts die Möglichkeit der Kinderbetreuung und Animation sowie ein breites Spektrum an Freizeit- und Sportmöglichkeiten: angefangen bei Ausflügen nach Malé oder zu einer Einheimischen-Insel, über inseleigene Sportstätten wie Tennisplatz, Badmington-Platz oder Aerobic-Raum bis hin zu den verschiedensten Wassersportarten wie Tauchen, Schnorcheln, Segeln, Surfen oder Rudern.
Tourismus im Einklang mit der Natur
Nach Angaben der Welt Tourismus Organisation (WTO) rangieren die Mallediven unter den ersten zehn Ländern, die erfolgreich Ökotourismus praktizieren. Aus gutem Grund: Regierung und Bevölkerung der Mallediven sind sich der Fragilität des Ökosystems längst bewusst, weshalb Schutzmaßnahmen und eine geplante, nachhaltige Entwicklung der Tourismusindustrie höchste Priorität genießen.
Der Tourismus auf den Malediven hat sich nach einem sanften Beginn in den 70er Jahren zum wichtigsten Industriezweig im Lande entwickelt. Bis heute sind 90 der 1.200 Inseln touristisch erschlossen, und die Zahl der jährlichen Besucher ist kontinuierlich auf über 460.000 im Jahr 2001 angestiegen. Um ein solches Aufkommen zu bewältigen ohne dabei das natürliche Kapital des Landes - ein höchst sensibles Ökosystem von unbeschreiblicher Schönheit - zu schädigen, wurden in den vergangenen Jahren kontinuierlich Konzepte und Initiativen für ein sanftes und umweltverträgliches Wachstum realisiert.
Tatsächlich hat sich seit der Gründung des Umweltministeriums im Jahre 1988 in Sachen Umweltschutz auf den Malediven einiges getan: Bereits 1989 wurde ein erster Umwelt-Aktionsplan vorgelegt, durch dessen Vorschriften der Umweltschutz erstmals institutionalisiert wurde.
So herrschen auf den Malediven beispielsweise strikte Bebauungs- und Begrünungsvorschriften. Um sicherzustellen, dass die Tragfähigkeit einer Insel nicht überschritten wird, darf lediglich ein Fünftel der Fläche bebaut werden. Was die Gebäude angeht, so dürfen diese die Höhe einer ausgewachsenen Palme nicht überschreiten. Darüber hinaus muss seit 1995 jede touristische Insel eine eigene Müllverbrennungsanlage betreiben. Metall- und Plastikabfälle werden gesammelt und auf einer gesonderten Deponie entsorgt, biologische Abfälle kompostiert und die Abwässer bevor sie in das Meer geleitet biologisch geklärt. Voraussetzung für jene Entwicklung oder Bebauung ist zudem eine Umweltverträglichkeitsprüfung.
Das Engagement in Sachen Umweltschutz beschränkt sich jedoch keineswegs nur auf die Reinhaltung der Inseln. Deshalb bilden Verordnungen und Gesetze zum Schutz des Lebensraums Wasser einen weiteren Schwerpunkt des staatlichen Aktionsplans. In dessen Rahmen wurden beispielsweise 25 Tauchplätze zu Natur- und Wasserschutzgebieten erklärt. Unter anderem ist in diesen Gebieten das Fischen unter Strafandrohung verboten. Um die empfindlichen Korallenriffe vor Ankerschäden zu bewahren, wurden außerdem an häufig angefahrenen Ankerund Tauchplätzen Bojen angebracht. Schließlich wurde der Kauf und Verkauf von "Souvenirs" in Form von Korallen und Schildplatt gesetzlich verboten. Gleiches gilt für den Haifischfang, der seit 1998 in sieben Atollen verboten ist. Seit Oktober 2002 wurden von Regierung, dem meeresbiologischen Institut sowie der Tourismusindustrie ein besonderes Haibeobachtungs-Programm ins Leben gerufen. Es soll Aufschluss über die verschiedenen Spezies geben und für Verständnis dieser bedrohten Meeresbewohner werben.
Beim Schutz der Umwelt erhält die Regierung wichtige Schützenhilfe von Seiten der Reiseveranstalter. So wurde 1993 von der LTU eine Müllsammelaktion ins Leben gerufen, die bis heute von den Touristen positiv angenommen und tatkräftig unterstützt wird: Jeder Tourist erhält beim Hinflug einen Müllbeutel (Fassungsvermögen 40 Liter), in dem der durch eigenen Verbrauch anfallende Müll (Getränkedosen, Sonnencremetuben u. ä) gesammelt werden. Diese Müllbeutel werden am Ende der Reise am Abflugschalter kostenlos entgegengenommen und in einem Container zurück nach Deutschland transportiert, wo der Abfall dann getrennt und fachgerecht entsorgt wird.
Auch private Initiativen tun ihr Möglichstes, um die Schönheit der Malediven nachhaltig zu schützen und zu erhalten. So fand beispielsweise die von verschiedenen Tauchbasen initiierte Kampagne zum Schutz der Meeresschildkröten landesweite Beachtung und Unterstützung. Ziel dieser Aktion ist der Schutz von Eiablageplätzen. Die kleinen Schildkröten werden auf den teilnehmenden Inseln erst dann ins freie Wasser entlassen, wenn sie zum Überleben ausreichend stark sind.
In Anbetracht der bereits eingeleitenden Maßnahmen, weitere werden folgen, ist man auf den Malediven zuversichtlich, dass die einzigartige Inselwelt auch für kommende Generationen nichts von ihrer Attraktivität und natürlichen Schönheit einbüßen wird. Andererseits ist man sich auf den Malediven der Empfindlichkeit des fragilen Ökosystems und der Bedrohung durch Umwelteinflüsse wie die globale Erwärmung, den Anstieg des Meeresspiegels sowie sonstige klimatische Veränderungen, welche die Malediven bedrohen, bewusst.
Wo jeder seine Insel findet
Mit kristallklarem Wasser, bunten Fischen und schneeweißen Sandstränden sind die Malediven eines der schönsten Urlaubsparadiese der Welt.
Trotz ihrer geringen Größe bieten die derzeit rund 90 für den Tourismus erschlossenen Inseln neben Erholung pur ein vielfältiges Urlaubsangebot für unterschiedlichste Bedürfnisse: Familien und Aktivurlauber kommen hier ebenso auf ihre Kosten wie Genießer und Verliebte. Konzeption, Architektur, Stil und Komfort der einzelnen Resorts lassen in puncto Vielfalt keine Wünsche offen. Außerdem präsentiert sich das beliebte Wassersportparadies, das mit seinen malerischen Korallenformationen Taucher und Schnorchler aus aller Welt in seinen Bann zieht, längst auch als exklusive Wellness-Destination.
Einige Ferieninseln verfügen über großzügige Spas, in denen sich die Gäste mit hochwertigen Körper- und Kosmetikanwendungen verwöhnen lassen können. Lebhafter geht es auf den größeren, familientauglichen Inseln zu: Bars, Restaurants, Diskotheken, Souvenirläden, großzügige Pool-Areas und eigene Sportmöglichkeiten wie Tennis, Badminton sowie Segeln, Surfen oder Paddeln garantieren Abwechslung. Wer sich für den gesamten Aufenthalt nicht auf ein Resort festlegen möchte, kann sich auch mit Insel-Hopping von der Bilderbuchschönheit des 1.200-Inseln-Staates bezaubern lassen und immer neue Inseln erforschen.

