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Sri Lanka - Eine Rundreise zeigt die Vielseitigkeit der Perle im Indischen Ozean
Sri Lanka kann am besten als ein buntes Mosaik beschrieben werden: beeindruckende Sehenswürdigkeiten im Landesinneren wie die zum Weltkulturerbe ernannten Orte, die Wildparks, die Teeplantagen und die schönen Golfplätze - alles das verbindet sich zu einem harmonischen Ganzen aus tropischen Farben und schillernden Eindrücken. Ein sinnliches Erlebnis!
Um alles zu sehen, was die Perle im Indischen Ozean zu bieten hat, würde man Wochen brauchen. Ein Besuch der Insel, der nur einige ihrer vielen Highlights umfassen kann, beginnt meist in der Hauptstadt Colombo. Sie ist bekannt für ihre Juweliere und die von ihnen angebotenen Edelsteine. Doch in letzter Zeit entpuppt sich die Stadt an der Westküste der ehemaligen britischen Kolonie als ein asiatischer "Inplace" für Mode, Lifestyle und Shopping. Für Shopping-Fans ist Colombo ein wahres Mekka.
Wer es landestypisch liebt, ist hier bestens aufgehoben: Heimtextilien, Holzschnitzereien und Kupferarbeiten entstehen in kleinen Künstlerwerkstätten oder gar in Heimarbeit. Die Kunstwerke sind jedes für sich einzigartig und nur in Sri Lanka erhältlich, da sie nicht in Massenproduktion für den Export hergestellt werden.
"Odel" und das renommierte "House of Fashion" mit seinem klassischem Schick sind die ersten Adressen, wenn es um Mode, Kosmetikartikel, Lederwaren, Schmuck und Souveniers geht. Schnäppchen-Jäger versuchen hier gerne ihr Glück.
Besonders beliebt in Colombo sind Boutiquen, die Lifestyle-Artikel anbieten: "Elephant Walk" und "Paradise Road" bieten ein breites Sortiment an Heimtextilien, Küchenartikeln und Keramik-Geschirr, das mit den aufwendigen singhalesischen Schriftzeichen verziert ist.
Die srilankische Batik weist eine sehr lange Tradition auf. Die meisten kunstvollen Stoffe werden im Matale Heritage Center hergestellt und später in dem bekannten Einrichtungs- und Modegeschäft "Barefoot" in Colombo verkauft. Außerdem werden dort handgearbeitete und bestickte Abendhandtaschen und exotisch schillernde Bett-Überdecken angeboten.
Sri Lanka ist seit jeher berühmt für seine Edelsteine, die zu den Favoriten der britischen Königsfamilie gehören. Der größte Saphir in der Krone der Queen ist der "Blue Belle of Asia". Er wurde gefunden in einem Dorf nahe Ratnapura im Landesinneren. Auch Prinzessin Diana trug srilankische Edelsteine - Ein blauer Saphir "adelte" ihren Verlobungsring.
Zum Glück für alle Edelstein-Liebhaber scheinen die Böden Sri Lankas einen schier endlos erscheinenden Vorrat an wertvollen Steinen zu produzieren. Die Hälfte aller weltweit existierenden Arten von Edelsteinen, werden hier zu Tage gefördert. Besonders bekannt ist die "Perle" im Indischen Ozean für ihre Sternsaphire, die nur hier zu finden sind. Hält man diese Steine unter das Licht erscheint ein mehrstrahliger, funkelnder Stern auf der glatten Oberfläche. Mondsteine schimmern wie Perlmutt. Auch sie haben ihre klassische Heimat auf der Insel. Am bekanntesten ist Sri Lanka jedoch für die schönsten und größten blauen Saphire. Einmal aus den tiefen Erdschichten hervorgebracht, bringen die erfahrenen und phantasiereichen Juweliere die Schätze zu ihrer Vollendung. Sri Lankas Juwelierkunst muss den Vergleich mit den weltbesten Juwelieren keinesfalls scheuen.
Nach einer ausgiebigen Shopping-Tour ist es nun Zeit sich der mystischen Vergangenheit der tropischen Insel zu widmen. Die spannende und kulturell hoch interessante Geschichte des Landes geht einige tausende Jahre zurück. Am besten startet man die kulturelle Spurensuche in Sigiriya, der aus dem fünften Jahrhundert stammenden Königsstadt im Landesinneren. Auf etwa vier Kilometern erstreckt sich die imposante Ruinenstätte, die seit 1982 zum Weltkulturerbe der UNESCO gehört. Erbaut von einem der alten Könige als Refugium auf einem Felsen - dem Löwen-Felsen - mitten im Dschungel, ist Sigiriya beeindruckendes Zeugnis der damaligen Architektur- und Ingenieurskunst.
Riesige, nachgebildete Löwen-Pranken begrüßen den Besucher am Fuße des Felsen, wenn er den Aufstieg über hunderte von Stufen zum Königspalast beginnt. Die Pranken sind die Überreste des sagenhaften Löwenkopfes, durch dessen Maul man einst den Aufstieg über die "Löwenterrasse" auf den Felsen begann. Die Löwenterrasse wurde mit den Hängenden Gärten der Semiramis in Babylon verglichen. Hinter dem Gipfelstürmer liegen die Wasser- und Steingärten, die den Weg zum Löwenfelsen säumen. Dort wohnten laut Überlieferung die "Gespielinnen" der alten Könige und genossen die künstlich angelegten Flüsschen, Wasserbecken und Springbrunnen. Weiter geht es hinauf zum nächsten Highlight - der Spiegelwand, deren vor 1.500 Jahren polierter Kalkstein das Sonnenlicht reflektiert. Wer es gemütlich mag, der kann auch mit einem Heißluftballon über Sigiriya hinwegfliegen.
Nur etwa 115 Kilometer nord-östlich von Colombo befindet sich die ehemalige Hauptstadt der Insel Kandy inmitten des bergigen Landesinneren. Sie wurde von der UNESCO zum Weltkulturerbe ernannt. Die Fahrt von Colombo nach Kandy ist ein kontrastreiches Erlebnis: Vom flachen Land der Küstenregion mit ihrem feucht-heißen Klima hinein in die hügelige, kühlere und satt-grüne Region des Inselinneren in einer Höhe von 500 Metern.
Auf diesem Weg liegt Kelaniya, wohin es Buddha laut der Überlieferung auf seinem ersten und einzigen Besuch in Sri Lanka zog. Ein Stück weiter findet man Cadjugama, wo die Cashew-Nüsse ihre Heimat haben. In der Landessprache heißen die Nüsse Cadjunuts - daher der Name des Dorfes. Unbedingt empfehlenswert ist ein Abstecher nach Pinnawela, wo das berühmte Elefantenwaisenhaus steht. Am schönsten ist ein Besuch am Morgen oder am frühen Abend, wenn man über 60 Elefanten bei der Fütterung zusehen kann. Die Elefanten-Babys bekommen noch die Flasche. Danach geht es ab zum Schwimmen an den nahegelegenen Fluss - ein toller Anblick! Für die Besichtigung des Botanischen Gartens von Peradeniya, der als der größte in Sri Lanka gilt, sollte auf jeden Fall auch Zeit eingeplant werden.
Kandy selbst hat die perfekte Größe um es zu Fuß zu entdecken. Inmitten der lebhaften Hügel-Metropole liegt der Kandy-See, in dem sich die zahlreichen Gebäude, Tempel und Hügelketten der Umgebung spiegeln. Kandys kulturelles Highlight ist der "Zahntempel", wo dem Glauben nach in einem wertvollen Schrein Buddhas Zahn ruht - die heiligste Reliquie Sri Lankas. Der Tempel beherbergt auch eine berühmte und ganz besondere Buddha-Statue, die aus dem Felsen gehauen ist und smaragdgrün schimmert. In Jahrhunderte alter Tradition wurden die Statuen üblicherweise aus Kalkstein, Marmor, Quarz, Ebenholz, Holz oder Korallen gefertigt.
Am Abend ist die beste Zeit zur Tempelbesichtigung. Trommelklänge verleihen dem prachtvollen Gebäude einen mystischen Touch. Es duftet nach Weihrauch und den exotischen Blütengebinden, die die gläubigen Srilanker als Opfergabe mitbringen. Der Besucher kann sich der Reihe der Betenden anschließen um in einem separaten Raum einen Blick auf den sagenumwobenen Schrein des Zahns zu erhaschen. Der Zahn selbst bleibt jedoch verborgen.
Nächste Station ist Nuwara Eliya. Von Kandy schraubt sich die Straße um 1.400 Meter in die Höhe entlang atemberaubender Ausblicke auf Wasserfälle, tiefe Täler und tropische Wälder. Die ersten Teeplantagen erstrecken sich entlang der Hügel. Hier wird ungefähr die Hälfte der weltweiten Produktion von Tee hergestellt - der rund um den Globus berühmte Ceylon Tee.
Nuwara Eliya liegt auf 1.900 Metern Höhe umgeben von Schluchten, Bergen und Wasserfällen. Das Klima ist fast mitteleuropäisch kühl bei etwa 18 bis 20 Grad und teilweise regnerisch. Wenn der Rundreisende direkt von der schwül-warmen Klimazone an der Küste anreist, ist eine Tasse heißer Tee in einem der teilweise noch aus der Kolonialzeit stammenden Hotels ideal.
Von allen Gegenden Sri Lankas erinnert das Hochland am meisten an die britische Vergangenheit der ehemaligen Kolonie. Auf der Terrasse des Nuwara Eliya Golf Clubs fühlt man sich in alte Zeiten zurück versetzt, wo englische Kolonialherren auf den gepflegten Rasenflächen, die sich noch heute zu Füßen des grün-weiß gestrichenen Clubhauses erstrecken, ihre Schläger schwangen. Der 18-Loch-Golfplatz gilt als einer der schönsten Asiens.
Die Region um Nuwara Eliya gilt als der Garten der Insel. Aus diesem fruchtbaren Gebiet stammen zahlreiche Gemüse- und Obstsorten und natürlich der Tee. Die bunten Märkte der Stadt tragen diese satte Vielfalt an Obst- und Gemüsesorten, Reis, Gewürzen, kleinen Snacks und verschiedenen Süßigkeiten eindrucksvoll zur Schau.
Für Filmfans ist ein Besuch des Originalschauplatzes des oscar-gekrönten Kinoklassikers "Die Brücke am Kwai" ein Muss. Dort können sich Abenteuer-Urlauber unter der Führung von erfahrenen Guides zum Rafting in die Fluten stürzen und eine wilde Bootsfahrt entlang der wunderschönen tropischen Kulisse am Flussufer erleben.
Nach all den Eindrücken, spannenden Erlebnissen und atemberaubenden Bildern verlangt der Rundreisende nach Ruhe und Entspannung. Ayurveda - die jahrhunderte alte Naturheilkunde - bietet dem erschöpften Körper und Geist genau die Erholung, die er sucht. Welche Insel-Rundreise wäre vollständig, ohne einmal ein wenig Hineinzuschnuppern in diese berühmte Heilmethode, deren Wiege in Sri Lanka stand.
Ayurveda erfreut sich wachsender Bekanntheit und Beliebtheit in Europa mit seiner Kombination aus Kräuterheilkunde, Massagen, gesunder Ernährung und Ölgüssen. Die Behandlungen dienen der Heilung von typischen Zivilisationskrankheiten wie Stress-Symptomen, Arthritis, Bluthochdruck und Diabetes.
Heute gibt es mehr als 6.500 registrierte Ayurveda-Ärzte in Sri Lanka. Viele der luxuriösen Hotels und Resorts der Insel haben in ihrem Spa auch ein Ayurveda-Center, um den Gästen einen ersten Einblick in die Naturheilkunst zu bieten. Eine echte Ayurveda-Kur würde mindestens zwei bis drei Wochen dauern. Für ihre hervorragenden Ayurveda-Einrichtungen sind vor allem das Siddhalepa Ayurveda Health Resort in Wadduwa und das Neptune Hotel in Beruwela berühmt.
Wenn in Sri Lanka die Sonne untergeht: Colombos Nachtleben boomt
Sattgrüne Teeplantagen, eine artenreiche Tierwelt und ein atemberaubendes Kulturerbe - Sri Lanka, die tropische Insel im Indischen Ozean ist für ihre Schätze weltweit bekannt. Doch wer hätte gedacht, dass sich in der Inselmetropole Colombo inzwischen ein pulsierendes Nachtleben entwickelt hat? Die bunte Schar der Nachtschwärmer sind Einheimische, Touristen und die stetig wachsende Gemeinde derer, die das Eiland an Indiens Südspitze zu ihrer Wahlheimat erkoren haben. Diese bunte Mixtur macht Colombos Nightlife so einzigartig.
Die Bandbreite des Angebots für Nachteulen ist riesig: Von der entspannt schicken Cocktail Lounge bis zum internationalen Restaurant, von lebhaften Pubs bis hin zu Sportbars mit Fußballübertragungen auf Großleinwand und Billard-Tischen. Dazu kommen die in Asien sehr populären Karaoke-Bars, szenige Diskotheken und Nachtclubs. Für Glücksritter stehen die fünf Spielcasinos der Stadt 24 Stunden bereit. Das Besondere: Gegen einen kleinen Betrag als Einsatz an den Spieltischen sind Getränke und Snacks kostenfrei.
Wie startet man nun in den perfekten Abend? Am besten man beginnt mit dem Aperitif ganz locker und gemütlich in einer der Lobby-Bars der 5-Sterne-Hotels der Stadt, die zumeist auch Live-Musik als angenehme Hintergrunduntermalung bieten.
Einige der besten Hotels Colombos haben ihre eigenen Clubs wie zum Beispiel The Library, die als derzeit wohl trendigste In-Lokal nur für die Gäste des Trans Asia Hotel freien Eintritt ermöglicht. Dagegen haben Nachtschwärmer im Cheers Pub des Colombo Plaza uneingeschränkten Zutritt. Dort treffen sich besonders gerne die "Ü30" der Metropole zu einem gemütlichen Drink. An absoluter Hit unter den Fans der Sportübertragungen auf Großleinwand ist die Echelon Sports Bar im Hilton. Dort können sich Sportbegeisterte bei einem gemütlichen Drink in den bequemen Sesseln ganz in Ruhe einer srilankischen Leidenschaft hingeben - dem Cricket.
Wenn der Abend fortschreitet sollte man sich beeilen weiter ins Nachtleben Colombos einzutauchen. Nirgendwo geht das besser als in Molly’s Irisch Pub & Restaurant. Mitten im Geschäftsviertel Slave Island gelegen bewirtet Molly’s tagsüber Geschäftsleute, nachts verwandelt sich das Pub jedoch in eine lebhafte Bar mit Live-Musik und Tanzfläche.
Für diejenigen, die die lange Nacht mit einem guten Essen mit Freunden einläuten wollen, ist die Metropole an Sri Lankas Westküste ein ausgezeichnetes Pflaster. Exotisch, typisch oder international - die Vielfalt der verschiedenen Restaurants und Küchen kennt keine Grenzen. Nachtschwärmer haben die Qual der Wahl.
Das Gallery Café ist ein absolutes Muss für Colombos Szenejäger. Einst das Büro des legendären srilankischen Architekten Geoffrey Bawa, bietet das Gebäude heute mit seinen spannend gestalteten, weitläufigen Räumlichkeiten und luftigen Innenhöfen mit Wasserbecken und exotischen Pflanzen die Kulisse für eine interessante Mischung aus Szenetreff und feinster srilankischer Küche mit internationalem Touch. Paul McCartney, der Designer Kenzo und viele andere internationale und nationale Stars sind hier gern gesehene Gäste, wenn sie die Inselhauptstadt besuchen. Berühmt ist das Gallery Café für seine Gerichte wie das beliebte "Black Pork Curry", die gefüllten Krabben, das "Ginger Chicken" und die weithin gelobte und sündhaft köstliche Nachspeise "Chocolate Nemesis".
Der gefeierte srilankische Starkoch Koluu hat inzwischen fünf Spitzenrestaurants in Colombo eröffnet. Das jüngste von ihnen heißt Tulips by Koluu und liegt mitten im Herzen der Stadt an der Duplication Road. Im Tulips trifft sich die Gourmet-Szene der Stadt und genießt die kreative und einzigartige Küche des Starkochs. Drei weitere kulinarische Schmuckstücke des Küchenchefs liegen in der Stadtmitte: Barefoot Garden Café, Frangipani Koluu’s, Suriya Mala by Koluu. Und das fünfte Küchenparadies im Bunde, das Koluu’s liegt am Stadtrand. Die genannten Feinschmecker-Restaurants sind gleichzeitig absolute Szenetreffs und nicht wegzudenkende Highlights des Nachtlebens. Hier tummeln sich die Gourmets, die Trendsetter, die Schönen und Reichen der Stadt und genießen das edle Ambiente, das in Musik und Styling in jedem von Koluu’s Lokalen ganz individuelle Akzente setzt.
In Erinnerung an Sri Lankas Zeit als Britische Kolonie Ceylon kann man im Cricket Club Café schwelgen. Bilder, Fanartikel und Souvenirs an den Wänden des Lokals zeugen von der Begeisterung für den Sport, den die Briten ins Land brachten und der nach wie vor neben Volleyball DER Nationalsport ist. Die ausgezeichnete Küche ist srilankisch-international.
Ein weiterer heißer Restaurant-Tipp: das Mango Tree, das bekannt ist für seine nord-indische Küche, deren Kombinationen mit den letzten Londoner Gourmet-Highlights zu einem exotischen Mix aus europäischen und asiatischen Geschmacksrichtungen gerät.
So gestärkt ziehen Colombos "Late Birds" und "Party-People" dann weitere in die Nachtclubs der Stadt: Clancy’s ist einer der bekanntesten und beliebtesten Treffs der Einheimischen und der großen "Expat"-Gemeinde Colombos. Live-Musik lokaler Bands und Musiker lassen das Clancy’s allnächtlich vibrieren. Und dann natürlich ins Blue Elephant im Hilton - die wohl heißeste Diskothek der Stadt, die am Wochenende so voll und stimmungsgeladen ist, dass man gar nicht anders kann als mitzutanzen bis in die frühen Morgenstunden.

