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Baltschik

Zwischen Varna und Albena liegen sechs große Campingplätze, die sich jeweils rechts und links der E87 befinden und relativ gut ausgeschildert sind. FKK-Freunde können zwischen dem Kurort Albena und dem einsamen Dorf Karnevo baden. Von dort erreicht man auch den Zeltplatz "Exotica". Lohneswert ist eine ausgedehnte Wanderung an der Küste von Albena in Richtung Norden. Wer Einsamkeit und romantische und ungestörte Plätze sucht, wird hier mit Sicherheit fündig werden. Wir verlassen Albena und fahren weiter zu der eine halbe Autostunde entfernten Kleinstadt Baltschik. Baltschik ist keine Touristenhochburg, aber jedenfalls äußerst sehenswert. Sie wird die "weiße Stadt" genannt, weil sie sich zwischen bis zu einhundert Meter hohen Kalksandsteinhängen befindet.

 

Die Stadt, die von Weinbergen umgeben wird, erstreckt sich malerisch auf mehreren Terrassen des steil zur Bucht abfallenden Ufers. Der Weinanbau hat hier eine lange Tradition und ist bis ins fünfte Jahrhundert vor Christi nachweisbar, als die Stadt von Thrakern besiedelt wurde. Diese huldigten den Gott des Weines und der Fruchtbarkeit (Dionysos) so sehr, dass sie die Stadt nach ihm benannten. Baltschik hieß einst Dionysopolis. Aber auch heute noch verstehen die Einwohner vorzügliche Weine zu keltern und lange zu feiern und viel zu trinken. Zwei Kilometer westlich der Stadt findet man das Schloss der ehemalige rumänischen Königin Maria mit einem zehn Hektar großen Schlosspark. Das Schloss ist ein Konglomerat aus altbulgarischen, gotischen, maurischen und orientalischen Stilelementen. Im interessant angelegten Schlosspark befindet sich die zweitgrößte Kakteensammlung Europas. In Baltschik zu übernachten ist kein Problem: es stehen zwei kleinere Hotels und einige Fremdenzimmer zur Verfügung.

 

Auf einer Küstenstraße fahren wir weiter nach Norden und besuchen das direkt am Meer gelegene Tuslata. Der Kurort ist bekannt für seine Heilschlammklinik. Der Schlamm wird direkt vor Ort in einer ehemaligen Salzgrube gestochen und zur Behandlung des Stütz- und Bewegungsapparates und des peripheren Nervensystems angewendet. Die Kurgäste sind meist Einheimische. Unser nächstes Ziel ist Durankulak, der letzte Ort vor der rumänischen Grenze.

 

Von Tuslata gibt es keinen direkten Weg, so dass wir zurück über Baltschik und dann über Kavarna und Schabla fahren. In Kavarna erfahren wir, dass es in der Umgebung des Ortes bis zu 150 Höhlen gibt, die zum Teil Geheimkammern und unikale Wandzeichnungen enthalten. In Schabla führt ein schmaler Weg in nordöstlicher Richtung zum "Schablensko esero", dem Schabla-See. Bekannt ist der See durch seinen radioaktiven Heilschlamm. Hier befindet sich auch der Wald-Campingplatz "Dobrudsha" auf dem man Bungalows mieten kann. Sechs Kilometer vor der Grenze zu Rumänien befindet sich das Dorf Durankulak dass sich an einem 240 Hektar großen Süßwassersee befindet. Das gesamte Gebiet ist ein Naturschutzgebiet mit einer einmaligen Flora und Fauna. Drei Kilometer nördlich von Durankulak findet man den letzten Campingplatz am Meer, den "Kosmos". Im Anschluss herrscht Ruhe und Einsamkeit.