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Von Moorlandschaften und bizarren Felsen

Die Hochmoore Exmoor in Nord-Devon (700 km² Ausdehnung) und Dartmoor in Süd-Devon (900 km²) zählen zu den spektakulärsten Landstrichen Englands und sind heute Naturschutzgebiete, die von der National Park Authority verwaltet werden. Die traditionell nicht nur zur Land- und Viehwirtschaft sondern auch als Jagdreviere genutzten Moore bieten dem Auge des Wanderers und Fahrradfahrers viel Abwechslung: Weite Strecken offenen Moorlands mit Heide-Bewuchs wechseln sich ab mit dichten Wäldern, ruhigen Seen, lebhaften Flüssen, idyllischen Dörfern, mystischen Schlossruinen, mittelalterlichen Klöstern und wundersam geformten Granit-Felsen aus der letzten Eiszeit.

 

Im Dartmoor leben die halbwilden Dartmoor-Ponies, entfernte Verwandte des Urpferds. Obwohl sie alle einen Besitzer haben, sind sie aber während der meisten Zeit des Jahres sich selbst überlassen. Ähnlich verhält es sich auch mit den Schafherden. Im Exmoor gibt es das letzte frei lebende Rotwild Englands.

 

Die Jagdsaison im Exmoor gehört zu den alljährlichen „musts“ im gesellschaftlichen Kalender des südenglischen Adels, dessen Vertreter dann zum Völlen und Feiern aus den umliegenden Grafschaften anreisen. Aber auch zu allen anderen Jahreszeiten bieten eine Vielzahl gemütlicher Pubs in den Mooren gute und deftige Landküche, wie sie jeder Wanderer zu schätzen weiß.

 

Elementar für Ausflüge in die Moore sind gute Landkarten oder ein erfahrener Führer, denn das Wetter wechselt hier häufig und schnell. Bei starkem Regen oder dem berühmt-berüchtigten Nebel hat schon so mancher die Orientierung in der Weite des Moores verloren. Was dann passiert, liefert seit Tausenden von Jahren reichlich Stoff für unzählige Geister-Sagen und Grusel-Legenden, die auch heute noch gerne von Einheimischen am Kaminfeuer erzählt werden. In dunklen Nächten, wenn der Sturm an den Fensterläden der Guest Houses rüttelt und der Wirt so seltsam ruhig wirkt...