- Flugziele
- Länderinfos
- Wetter & Klima
- Währungsinfos
- Aktuelle Reiseinfos
- Sprachführer

Jetzt Buchen:
(tel) 07124 – 368 9999info@fluege-reisen.com
Online-Buchung »
Allgemeine Anfragen:
(tel) 0991 - 29679078
Services:
Reiseversicherung »
Angebotsauskunft »
Mietwagen »

Reisetipps:
Miles & More | Währungen
Wetter und Klima | Länderinfo
Sprachführer

Angebote:

Essen in Irland
Noch vor etwa zehn Jahren wären selbst Irland-Fans kaum auf die Idee gekommen, die Insel als ein gastronomisches Erlebnisziel zu preisen. In und um Dublin gab es zwar einige Hotels und Restaurants, in denen die Gäste ein etwas anspruchsvolleres Essen serviert bekamen. Solche Adressen waren aber auch auf dem Land rar. Als Ausweg blieben oft nur die Fish & Chips-Shops, in denen zumindest der Fisch frisch war.
Das hat sich radikal geändert. In Irlands Städten kann man inzwischen sehr gut bis exzellent speisen. Und wer auf dem Land beispielsweise den Empfehlungen des Bridgestone Guides folgt, wird auch von Enttäuschungen verschont bleiben. Irlands Köche holen mächtig auf. Woher kommt diese Entwicklung? „Geld und Reisen“, antwortet Derry Clarke in der Zeitschrift Ireland of the Welcomes. „Wir können beispielsweise schnell mal rüberhüpfen nach Frankreich.“ Seine Mutter konnte das nicht, ergänzt der Chef des „L’Érivain“ in Dublin. „Ihre Generation hatte nicht die Zeit, in Essen etwas anderes zu sehen als eine Notwendigkeit.“
In den letzten Jahren sind zahlreiche sehr gute Restaurants entstanden, deren Telefonnummern sich viele Iren weiterreichen. „MacNean’s Bistro“ in Blacklion, Co. Cavan, zum Beispiel, oder das „Tannery Restaurant“ in Dungarvan, Co. Waterford. Dessen Patron Paul Flynn sieht indes bereits eine andere Gefahr. Das Essen, das einst die Eltern auftischten, sei zwar sehr schlicht gewesen, aber zumindest war es von natürlicher Herkunft.
Heute gehen auch immer mehr Iren in die Fastfood-Stationen. McDonalds, Burger King und Co. verzeichnen laut Ireland of the Welcomes jährlich mehr als 70 Millionen Besucher, bei rund 4 Millionen Einwohnern. Doch auch dazu entstand eine Gegenbewegung: Slow Food. Vor 15 Jahren gründete der italienische Restaurantkritiker Carlo Petrini angesichts voller Hamburger-Hütten diese Vereinigung, der sich inzwischen rund 77.000 Mitglieder in 48 Ländern angeschlossen haben.
Einer von ihnen ist John McKenna, der Herausgeber des Bridgestone Guide. Er betont, dass Slow Food auch ein Thema für Farmer, Züchter, Käsehersteller und andere Lebensmittel-Produzenten ist: „Es geht darum, die Quellen für handwerklich anspruchsvolles Essen zu schützen.“ McKenna sieht aber auch dafür positive Zeichen, beispielsweise in der Wiederbelebung der Farmermärkte in vielen Teilen Irlands. Die Market Street in Galway, der historische St. George’s Market in Belfast oder die einladende Halle des English Market in Cork sind landesweit bekannt.
Dort verkauft Isabelle Sheridan ihre Pâte, die sie ohne Konservierungsmittel macht, und ihren Camembert, der natürlich reift. Sie ist optimistisch und erwartet ein Aufleben nicht nur der Märkte, sondern auch der lokalen Bäckereien: „Einige Leute wollen einfach nur gutes braunes Brot.“ Declan Ryan in der Arbutus Bakery in Cork ist einer der Bäcker, auf denen solche Hoffnungen ruhen. Auch Helen Gee, die Käsemacherin aus der Grafschaft Laois, und ihr Kollege Bill Hogan aus West Cork, gehören in diese Reihe. Die von ihm produzierten Käsesorten tragen die Namen benachbarter Landschaften.
Die Restaurants werden immer besser, es bieten wieder mehr Märkte frische und nicht industriell entstandene Waren an. Sowohl für klassische Touristen als auch Selbstversorger in Ferienhäusern ist dies ideal. Ursula O’Dwyer, eine Diätspezialistin, hat aber immer noch ausreichend zu tun: „Wir haben nie mehr Koch-Sendungen im Fernsehen gesehen. Kochbücher lesen wir wie Romane. Aber angesichts von kochfertig vorbereiteten Lebensmitteln verlieren wir immer mehr die Fähigkeit zum Kochen.“ Vielleicht können hier Touristen helfen. Wie wäre es mit mehr B&Bs, die nicht nur Frühstück, sondern abends auch gutes und bezahlbares „homemade cooking“ anbieten?
Irlands kreative Küchenchefs haben die einst vorherrschende englische Küche weit hinter sich gelassen. Sie finden ihre Ideen und Anregungen längst jenseits der insularen Grenzen. Ein Beispiel ist dieses farbenfrohe Fischgericht nach mediterraner Art, serviert mit Oliven und frischem Gemüse.
Food Notes
„Ireland’s Best Restaurants“ nennen zwei der bekanntesten irischen Gastro-Kritiker, Paulo Tullio und Ernie Whalley, ihren neuen Führer durch die Küchen und Weinkeller. Eines ihrer wichtigsten Kriterien lautet: Reeller Gegenwert fürs Geld? Das Buch kostet 9,90 Euro.
Ross Lewis ist laut „Food & Wine Magazine“ der Chefkoch des Jahres. Der Mitbesitzer des mehrfach prämierten „Chapter One“ beim Schriftstellermuseum in Dublin ist dort Chef eines elfköpfigen Köche-Teams.
Ulster ist eines der vier historischen Königreiche, das sich aus den heutigen nordirischen Grafschaften und aus den Counties der Republik Cavan, Monaghan und Donegal zusammensetzt. In der Broschüre „Taste of Ulster“ lebt die alte Zeit geographisch fort: 111 Restaurants werden in dem taschentauglichen Heft kurz vorgestellt.
Im Folgenden ist das Rezept der legendären Scones, die in Irland meistens hausgemacht und noch warm zum Nachmittagstee gereicht werden, abgedruckt.
Zutaten:
250 gr Weizenmehl, 0,5 Tl Salz, 0,5 Pk Backpulver, 30 gr Butter, 0,125 l Milch oder Buttermilch, evtl. Rosinen
Zubereitung:
Mehl, Salz und Backpulver in eine Schüssel sieben. Butter in Flocken zugeben. Mit Milch zu einem glatten Teig kneten. Im Kühlschrank 15 Minuten ruhen lassen. Den Herd auf 250 Grad (Gas Stufe 6) vorheizen. Den Teig auf einer mit Mehl bestreuten Fläche 2 cm dick ausrollen. Mit einem Glas runde Stücke (5 cm Durchmesser) ausstechen. Auf das Backblech setzen, 5 Minuten ruhen lassen und mit Milch bestreichen. In den vorgeheizten Ofen auf die obere Schiene stellen. 10 Minuten bei gleich bleibender Temperatur backen. Noch warm in zwei Hälften schneiden und mit Erdbeerkonfitüre und/oder leicht geschlagener Sahne verzehren.

