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Wassersport auf der grünen Insel
Wer an Irland und an Wassersport denkt, wird wahrscheinlich zuerst an Angler oder an die beliebten Kabinenkreuzer auf dem Shannon oder auf anderen Wasserwegen im Inland denken. Und manch ein Irlandurlauber mag angesichts der feinsandigen ausgedehnten Strände bedauert haben, dass Irland nur im Hochsommer mediterrane Badetemperaturen kennt.
Dass eine Insel allein schon aus geographischen Gründen viel mehr Möglichkeiten zum Wassersport bietet, ist evident. Dennoch ist wenig bekannt, welche Vielfalt Irland attraktive, 5.600 Kilometer lange Küste bietet, vom Segeln bis zum Tauchen.
Segeln
Dass Irland auch ein weltberühmtes Segelrevier ist, wird selbst vielen „Yachties“ erst wieder einmal bewusst, wenn sich die besten Segelcrews der Welt in den fordernden Gewässern rings um den Fastnet Rock sportlich bekämpfen.
Den Iren war immer bewusst, welch großartige Segelreviere vor ihren grünen Küsten liegen. Das beweist der Royal Cork Yacht Club, der 1720 gegründet und damit der älteste Yachtclub der Welt ist. Er hat zwischen Atlantik und Irischer See nicht nur unzählige Nachfolger gefunden, überall entlang der Uferlinie, aber auch an den Seen im Landesinneren sind sehr viele Segelschulen entstanden. Sie bieten nicht nur Anfängerkurse, sondern auch spezielle Schulungen für fortgeschrittene Segler. Wer mag, kann dabei auch traditionsreiche Boote wie die Galway Hooker an der Westküste kennen lernen.
Die irländische Touristeninformation hat eine kostenlose Broschüre zum Thema „Segelurlaub in Irland“ herausgegeben, in der die wichtigsten Häfen, Segelschulen und Yacht-Vercharterer verzeichnet sind.
Windsurfen
Wer statt des Schiffs nur ein Brett und ein Segel benötigt, ist bei den Windsurfern richtig. In ihren Kreisen hat Irland einen guten Namen, weil es mit die besten und beständigsten Windsurfing-Bedingungen der Welt garantiert. Deshalb veranstaltet auch die Professional Windsurfing Association einen World Grand Prix in Irland. Aber nicht nur die Profis sind begeistert, auch Anfänger finden in allen Revieren Irlands Schulen, die in das kleine oder große 1x1 dieses Sports einweisen.
Surfen
Nicht überall, wo die Windsurfer glücklich sind, preisen auch die Surfer die Wasserlandschaft. Irland ist eine der wenigen Inseln, die zugleich den tollkühnen Balancierern auf ihren Brettern exzellente Voraussetzungen bieten kann. Wer einmal gesehen hat, welche Wogen vom Atlantik her auf Irland zurollen, weiß, weshalb alljährlich Tausende von Surfern nach Irland kommen. Für viele von ihnen ist die Insel ein Geheimtipp, was vielleicht erklärt, weshalb einem die Grüne Insel nicht sofort einfällt, wenn man an Surfstrände wie in Hawaii oder Kalifornien denkt.
Wasserski
Auch auf schwankendem Brett, aber an der langen Leine gehen die Wasserskifahrer ihrem rasanten Hobby nach. Wasserski ist in Irland ein recht populärer Sport, deshalb können sie auch zahlreiche gut platzierte Teilnehmer an Welt- und Europameisterschaften vorweisen. Neben diesen Cracks gibt es aber weitaus mehr Freizeitfahrer, die sich ohne meisterlichen Ehrgeiz über die Seen und Flüsse zeihen lassen. Die meisten sind in örtlichen Clubs organisiert, bei denen Wasserski-Schnupperer in der Regel auch die Ausrüstung leihen können.
Kajak und Kanu
Die Kajak- und Kanufahrer sind oft auch in örtlichen Clubs engagiert, bei denen man sich häufig die Ausrüstung preiswert leihen kann. Die meisten Freunde dieses Bootssports gehen gerne auf geruhsame Touren über die Seen, Flüsse und Kanäle. Zunehmender Beliebtheit erfreuen sich in letzter Zeit auch Meereskajak-Touren. In den Grafschaften Galway, Clare und Cork gibt es zugelassene Zentren, denen sich auch Anfänger anvertrauen können. Für Wildwasserfahrten bietet Irland zwar nur im Winter einige geeignete Wasserläufe. Umso erstaunlicher ist es, dass bereits im September alljährlich der Wildwasser Liffey Challenge unweit von Dublin stattfindet. An dieser Stelle schwillt Irlands größter Fluss dann ordentlich an und beeindruckt mit tosenden Stromschnellen, die mit viel Kraft und Geschicklichkeit gemeistert sein wollen.
Tauchen
Nicht mehr über, sondern ganz unter Wasser suchen die Taucher ihr Glück. Ihre Saison dauert dank des warmen Golfstroms recht lang, normalerweise von März bis Oktober. Dieser Strom sorgt auch für eine überraschend vielfältige Fisch- und Pflanzenwelt. Diese lässt sich vor Irland besonders gut beobachten, da das Wasser meist sehr klar ist. Die Sichtweite beträgt meist um die zwölf Meter oder mehr, was auch die Unterwasserfotografen schätzen. Es gibt eine Reihe gewerblicher Tauchbasen, aber auch viele Taucherclubs entlang der Küste.

