Günstige Flüge mit Condor und Tourpartner

Länder- u. Reiseinfos / Länderinfos / Europa / Italien / Latium

Vom TÜV geprüft – Sicheres Einkaufen im Internet
Immer der beste Preis – Wir finden für Sie garantiert das günstigste Angebot

Latium - reiche Kulturlandschaft um Italiens Hauptstadt

Mit Latium assoziiert man unweigerlich Rom. Zahlreiche Sehenswürdigkeiten von der Antike bis in die Gegenwart, ein einzigartiges kulturelles Erbe und das unverwechselbare Flair der Hauptstadt Italiens machen Rom das ganze Jahr über zu einem erlebenswerten Reiseziel. Es wäre jedoch ungerecht, im Zusammenhang mit Latium nur von Rom sprechen zu wollen, birgt doch gerade die Region eine Vielzahl an interessanten Sehenswürdigkeiten.

 

Vor den Toren Roms bieten sich Ostia, der Tivoli, die Weinstadt Frascati oder der Albaner See für Ausflüge an. Im Norden Latiums trifft man auf ein reiches Kulturland. Städte wie Viterbo, Tuscania und Tarquinia gehen auf etruskische Gründung zurück. Eines der bedeutendsten Zentren jener Zeit fand sich an der Stelle des heutigen Vulci. Offenbar waren die einstigen Einwohner der Stadt wohlhabend und einflussreich. Nirgendwo sonst in Etrurien fand man derart viele importierte griechische Vasen, Trinkbecher und Keramikschalen. Kunstkenner wissen, welche Schätze sie in Latium erwarten. Ein reiches Angebot beeindruckender Kulturgüter sakraler sowie profaner Kunst stellt Interessierte von Viterbo bis Montecassino vor die Qual der Wahl.

 

Dass man entlang der traumhaften Küste der Region mit renommierten Seebädern wie Anzio, Terracina und Sperlonga oder den unbekannteren Pontinischen Inseln uneingeschränkt jedem Wassersport nachgehen und unvergessliche Urlaubstage am Meer verbringen kann, ist bekannt. Doch damit ist das Angebot der Region an Wassersportmöglichkeiten noch längst nicht erschöpft. Mit dem Bolsena See und Braccianer See besitzt Latium auch attraktive Binnengewässer. Den besonderen Reiz dieser Landschaft machen insbesondere die unverbauten Ufer mit idyllischen Städtchen am See aus.

 

Vatikanische Gärten - wo die Päpste Blumen züchten

Geheimnisvoll waren sie zu allen Zeiten. Und je unerreichbarer, um so größer war ihr Ruhm und ihre Anziehungskraft. Die Hängenden Gärten der Königin Semiramis von Babylon zählen zu den Sieben Weltwundern. Dieses Paradies wird auch als „Garten Eden“ bezeichnet. Salomon besingt im Hohen Lied der Liebe die Gärten des Libanons. Ludwig XIV. machte Politik mit und in seinen Gartenanlagen. Und wer keinen fürstlichen Hofgarten sein Eigen nennt, der pflegt seinen Schrebergarten mit aller Hingabe.

 

Innonzenz III., ein Zeitgenosse Franziskus' von Assisi, ließ zu Beginn des 13. Jahrhunderts auf dem Egidius-Hügel hinter seinem vatikanischen Palast einen Kräuter- und botanischen Garten für seine Leibärzte schaffen. Allerdings war dem sogenannte Pomerium nur eine kurze Blüte beschert. Französische Machtpolitik zwang sieben Päpste, ihren Sitz nach Avignon zu verlegen. Einer heiligen Frau, Katharina von Siena, verdanken es die Vatikanischen Gärten, dass sie in neuer Pracht erstrahlen konnten. Sie holte die Päpste aus Südfrankreich zurück, die sich dann für den Vatikan als ihren Wohnsitz entschieden. Mit Nikolaus V. begann dann Mitte des 15. Jahrhunderts die Renaissance das Lebensgefühl in Italien und Rom zu prägen. Aus dieser Zeit stammen die vollkommensten Kunstwerke, auch die Schönheit der Gärten nahe dem Petrusgrab.

 

Der Hinweis auf das Petrusgrab macht deutlich, dass zu Beginn der christlichen Zeitrechnung hier nicht labende Ruhe zu besinnlichen Spaziergängen unter Platanen, Eichen und Lorbeer einlud, sondern das Gebrüll von Löwen, das Kampfgeschrei von Gladiatoren und die Todesqualen der ersten Märtyrer die Schaulustigen anzogen. Auf dem Gebiet des heutigen Vatikans boten die römischen Kaiser Caligula und Nero ihren Untertanen blutrünstige Zirkusspiele, die für die Christen mit hoher Wahrscheinlichkeit tödlich endeten. Auch Petrus wurde hier gekreuzigt, wie es die Tradition erzählt.

 

Ebenso erlebten einige seiner Nachfolger in den Vatikanischen Gärten harte Zeiten. Nachdem vor gut 100 Jahren Pius IX. den Kirchenstaat und seine Souveränität beim Kampf um die italienische Einigung verloren hatte, erklärte er sich zum Gefangenen im Vatikan, und die Gärten waren für ihn und seine Nachfolger für viele Jahrzehnte nichts anderes als ein blühender Gefängnishof. Dies hat sich allerdings heutzutage radikal geändert.

 

Aber dennoch drohen die teils im italienischen und teils im englischen Stil gestalteten Gartenanlagen nicht unter Beton zu verschwinden. Für Johannes Paul II., der allerdings kaum Zeit für Spaziergänge fand, seine hohen Prälaten und auserwählte Gäste blieb genügend blumendurchwirktes Grün zur Erholung und zur frommen Besinnung. Beispielsweise an der nachgebauten Lourdesgrotte oder vor der Madonna von Fatima, die zwei Jahre nach dem Attentat auf Papst Johannes Paul II. aufgestellt wurden.

 

Deutschen Besuchern wird aber eher das Stück Berliner Mauer auffallen, mit dem sich die Hauptstadt der Wiedervereinigung beim katholischen Kirchenoberhaupt für dessen Verdienste um den Fall des Eisernen Vorhangs bedankte.

 

Mit der weltweiten Verbreitung des katholischen Christentums wuchsen im Vatikan auch die Gebäude, die diese Bedeutung repräsentierten und Platz für die Verwaltung schufen. Die Sixtinische Kapelle, die von außen wie eine Festung wirkt, die Museen, der Belvedere-Palast, die wunderschöne Villa Pia, die heute die Päpstliche Akademie der Wissenschaften beherbergt, das Äthiopische Kolleg sowie das von Karl dem Großen gegründete Campo Santo Teutonico begrenzten in den vorausgegangenen Jahrhunderten immer mehr das Areal der Gärten.

 

Seit der Einigung Italiens kam noch das Gebäude für Güterverwaltung des Kirchenstaats hinzu und die ersten Sendeanlagen von Radio Vatikan. Pius XI. ließ sich einen veritablen Bahnhof bauen und Paul VI. schließlich einen Hubschrauberlandeplatz. Ihn hat der heutige Papst intensiv als Ausgangspunkt für viele seiner Reisen genutzt. Ein weiteres Kuriosum, das man kaum in einer Gartenanlage vermutet, ist die vatikanische Tankstelle, die alle Angestellten des kleinsten Staates der Welt zum Tanken von steuerfreiem Benzin nutzen können. Jüngste bauliche Errungenschaft ist die Casa Santa Martha, die den Kardinälen bei der nächsten Papstwahl eine angemessene Unterkunft bietet.

Einmal den Papst sehen

Rom – città eterna, die Ewige Stadt. Wer einmal hier war, kommt zurück, sicher auch, wenn er nicht wie es der Brauch verlangt, eine Münze in den Trevi-Brunnen wirft. Rom fasziniert. Mit seiner Jahrtausende alten Geschichte einerseits und seinem modernen Großstadtflair andererseits. Rom besucht man nicht, Rom lebt man: bei einem Campari - Orange auf der Piazza Navona, beim Abtauchen in die römische Geschichte auf dem Forum Romanum oder bei einem echt römischen Essen in einer der urigen Trattorien oder Pizzerien in Tastevere oder rund ums Pantheon.

 

Seitdem am 18. April 2005 Kardinal Joseph Ratzinger als Benedikt XVI. zum Papst gewählt wurde, gehört der Besuch einer Papstaudienz auf dem Petersplatz zum Pflichtprogramm. Dabei ist der Petersplatz als solcher schon einen Besuch wert. Seit seiner Erschaffung durch Bernini im 17. Jahrhundert hat der vielleicht berühmteste Platz der Welt mit seinen vierfachen, halbkreisförmigen Kolonnaden von 294 mächtigen Säulen nichts an seiner Faszination eingebüßt und ist eine ausgesprochen beeindruckende Kulisse für Zusammenkünfte der Gläubigen aus aller Welt.

 

Jeden Mittwoch ist es soweit. Um 10.00 Uhr spricht der Heilige Vater bei einer Generalaudienz zu den Tausenden von Gläubigen, die nach Rom gereist sind, um ihm einmal nahe zu sein und leibhaftig zu erleben. Teilnehmen dürfen allerdings nur die glücklichen Besitzer einer Eintrittskarte, die zuvor beim Deutschen Pilgerzentrum in der nahe gelegenen Via della Conciliazione zum Nulltarif eine Eintrittskarte besorgt haben.