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Sassi di Matera" - Wohnungen im Tuffstein
Noch bis zum Zweiten Weltkrieg wurden die "Sassi di Matera", aus Tuffstein-Felsen herausgeschlagene Wohnungen und Kirchen aus byzantinischer Zeit, als nationale Schande bezeichnet. In den folgenden Jahren lebten die Menschen hier in erbärmlichen hygienischen Verhältnissen und mussten schließlich evakuiert werden, woraufhin das Stadtviertel verfiel. Erst 1993, als sich die UNESCO der Felsensiedlungen annahm und sie unter Denkmalschutz stellte, wurde mit der aufwendigen, stilgetreuen Restaurierung begonnen.
Heute ziehen die Sassi di Matera, die die antike Vergangenheit der zweitältesten Stadt der Welt Matera repräsentieren, tausende von Forschern, Künstlern und Touristen in ihren Bann. So lohnt sich nicht nur ein Besuch der Kirchen Santa Lucia und Madonna delle Tre Porte. Auch die zahlreichen Fresken und Kapellen, mit denen die früher in den Sassi ansässigen Mönche die Höhlenwohnungen ausstatteten, laden zu einer Besichtigung ein. Die Benedikter und griechischen Mönche waren es auch, die neben den zeitweise in den Felsensiedlungen lebenden Bauern die Entstehung verschiedener Wohnviertel prägten. So durchfließt der Fluss Gravina heutzutage nicht nur das Sasso Caveoso, sondern auch das Barisano.
Heute können dank der Initiative der UNESCO große Teile der Sassi di Matera, die schon der berühmte italienische Schriftsteller Carlo Cevi in seinem Buch "Christus kam nur bis Eboli" erwähnte, wieder bewohnt werden, und es kehrt langsam aber sicher Leben in die Altstadt zurück.

