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Drenthenieren - Urlaub als Lebensgefühl

„Drenthe ist wunderbar“ sagte schon jemand, der es wissen musste: Vincent van Gogh. Wunderbar ist die beschauliche Provinz im Osten der Niederlande vor allem für erholungssuchende Familien und Naturliebhaber. Kenner schätzen Drenthe für ein ganz besonderes Lebensgefühl, dass sich kurz und knapp als „Drenthenieren“ bezeichnen ließe: es langsam angehen, die schönen Seiten des Lebens genießen. Die Provinz gleich hinter der deutschen Grenze ist genau der richtige Ort für einen entspannten Urlaub. Ausgedehnte Moor- und Heidelandschaften laden zum Wandern und Fahrrad fahren ein, und auch kulturell hat Drenthe viel zu bieten.

 

Drenthe besticht durch seine ruhige Landschaft voller Schönheit und seinen Geschichtsreichtum. Mit dem  Rad aber auch mit dem Auto können Urlauber dies entlang der „Hünengräberroute“ erfahren.

 

Insgesamt 52 Hünengräber gibt es in Drenthe für große und kleine Hobbyforscher zu entdecken. In den rund 5000 Jahre alten steinernen Grabkellern haben Archäologen der Neuzeit zahlreiche interessante Gegenstände vorgefunden: Tonscherben, Trichterbecher, Beile und Speerspitzen sowie kostbaren Schmuck aus Kupfer und Bernstein. Ein Höhepunkt der Route liegt zwischen Borger und Buinen. Hier befindet sich mit 22,5 Metern Länge das größte Hünengrab der Niederlande. Für Kinder besonders interessant ist auch die Suche nach den „Weißen Weibern“, den geisterhaften Bewohnern der Grabhügel. Bei aufkommendem Nebel fangen sie der Sage nach an zu tanzen.

 

Ganz ohne Stadtleben geht es selbst in Drenthe nicht. Aber auch in der Regionalhauptstadt Assen und im Städtchen Emmen stehen Natur und Geschichte im Vordergrund. Im Drents Museum von Assen können Besucher das „Mädchen von Yde“ besichtigen - eine rekonstruierte Moorleiche, die 1897 im Moor entdeckt wurde. Funde wie diese bieten Forschern heute die Möglichkeit, mehr über das Alltagsleben vergangener Zeiten zu erfahren. Im „Entdeckerraum“ des Drents Museum sind die Ergebnisse dieser Untersuchungen für Kinder besonders plastisch aufbereitet: Hier geht es mit Mammutjägern auf die Pirsch, Runen werden entziffert und Korn per Hand gemahlen. Drents Museum, Brink 1-5, Assen.

 

Nicht weit vom Drents Museum entfernt ist der Zoo Noorder Dierenpark in Emmen eine weitere Attraktion. Zäune sucht man hier vergeblich, denn artgerechte Haltung in möglichst natürlicher Umgebung ist bereits seit seiner Gründung die Philosophie des Parks. So sind die Tiere fast ausschließlich nur durch Hindernisse wie Wassergräben und Felsen voneinander getrennt. Aus allen sechs Kontinenten stammen die Bewohner des Zoos: Holzpfade und -brücken führen Abenteuerlustige unter anderem direkt hinein in die afrikanische Savanne, den Wilden Westen Amerikas, den tropischen Regenwald Südasiens oder das Hinterland Australiens. Noorder Dierenpark, Hoofdstraat 18, Emmen.

 

Mit dem Boot quer durch Friesland

Schiff ahoi! heißt es im holländischen Friesland: Mit der Motoryacht entdecken kleine und große Hobbykapitäne die Urlaubsregion vom Wasser aus. Die Fluss- und Seenlandschaft im Norden der Niederlande bietet für ebenso vergnügliche wie sichere Ferien mit Kindern an Bord ideale Voraussetzungen. Mit der Bootsurlaub Card erhalten Familien zudem zahlreiche Extras auf den einzelnen Stationen ihrer Tour.

 

Das 250 Kilometer lange Wasserwegenetz Frieslands lässt sich mit der Motoryacht auch ohne Vorkenntnisse erkunden. Nach der kurzen Einführung durch einen Skipper nehmen die Erwachsenen das Steuer bereits selbst in die Hand. Kleine Flusspiraten planen derweil schon einmal ihre Beutezüge und Entermanöver entlang des Weges. Mit detaillierten Karten im Gepäck geht es dann auf eigene Faust und in gemütlichem Tempo durch Moor- und Weidelandschaft - vorbei an Schafsherden, schwarzen Friesenpferden und traditionsreichen Hafenstädten mit prunkvollen Kapitänshäusern und imposanten Wassertoren. Wer möchte, kann für den „Landgang“ sogar Fahrräder mit auf Reise nehmen, um unterwegs die Umgebung vom Bootsliegeplatz aus bequem zu erkunden.